Archiv für November, 2006

Fußballmanager vs. DFL: Editierfunktion ist böse

Namen sind Schall und Rauch? Mitnichten. Namen sind bares Geld. Jedenfalls jene der Fußballprofis. Dies bekamen unsanft einige Fußballfans zu spüren, die sich schuldig gemacht hatten, die Editierfunktion von PC-Spielen zu benutzen. Ihnen flatterte eine Unterlassungserklärung der DFL ins Haus.

Seit es Computerspiele gibt, gibt es auch Menschen, die ihren eigenen Fußballverein virtuell an die Spitze zu führen versuchen. Eine Krux, die fast genau so lange existiert, ist die Abhängigkeit von offiziellen Lizenzen. Denn nicht jedes Spiel darf die originalen Spielernamen verwenden. Wenn statt Lucio für Bayern ein gewisser Nacio für Bavaria München aufläuft, fehlt die notwendige Authentizität und der Spielspass geht flöten.

Doch dieser Mangel lässt sich beheben. Denn dem Zocker steht eine Editierfuntion zur Verfügung, mit der er die Namen und Daten aller Spieler bearbeiten und damit der Realität anpassen kann. Gerhard Böcking und Sven Krone (Namen auf Wunsch der beiden geändert) spielten mit Anstoss einen sehr guten Fußballmanager, der keinen Vertrag mit der DFL hatte. Und sie hatten eine nahe liegende Idee. Wenn jeder User alle Namen editiert, braucht er dazu sehr lange. Wenn aber jedes Mitglied einer Community nur eine Mannschaft bearbeitet, dann kann man sehr schnell alle Originaldaten einpflegen. Das Project Userfile war geboren. Jahrelang sammelten sie immer zu Saisonbeginn Beiträge aktiver User, packten sie in eine Datei und stellten sie verschiedenen Anstoss-Fanseiten zur Verfügung, wo sie zum Download bereit standen.

Im April 2006 reagierte die DFL und drohte Anstossfreak.de mit rechtlichen Schritten, sollten die Daten weiterhin angeboten werden. Der Ligaverband schützte einmal mehr die Rechte seiner Exklusivpartner mit harten Geschützen. In diesem Fall hatte EA Sports die Lizenzen gekauft. Martin Lauber, Pressesprecher von EA Deutschland erklärte gegenüber der Zeitschrift Gamestar: „Wir haben volles Verständnis dafür, dass die DFL dafür sorgt, dass Bundesliga-Daten nicht rechtswidrig verwendet werden. Es geht hier nicht darum, Communities von anderen Spielen einzuschränken, sondern darum, dass Teile der Persönlichkeitsrechte der Bundesliga-Profis von der DFL vermarktet werden.“

Ob die DFL hier tatsächlich im Recht ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich machte das Project Userfile nichts anderes als die Editierfunktion eines Spiels unkommerziell zu nutzen – allerdings sehr organisiert. Einer geschlossenen Community könnte man das sicher nicht verbieten. Wenn sich zehn Freunde hinsetzen und gemeinsam die Daten verändern, dürfte niemand was dagegen haben. Wenn sich hundert User zusammenschließen und die Files über einen Email-Verteiler austauschen, sind sie rechtlich sicher auch noch auf der sicheren Seite. Aber bei wie vielen Nutznießern zieht man die Grenze? Und wie sieht es aus, wenn man die Originaldaten einer unbegrenzten Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung stellt? Ab welchem Punkt handelt es sich überhaupt um geschützte Originaldaten? Immerhin hatten die Autoren Andy Möller zu seiner aktiven Zeit die Charaktereigenschaften „Mimose“, „Leberwurst“ und „Schönwetterspieler“ in sein Profil editiert. Ist das der Andy Möller, dessen Persönlichkeitsrechte geschützt werden sollen?

Aber wie immer, wenn es Fans gegen DFL geht, kam es gar nicht zu einem juristischen Auseinandersetzung. “Wir sehen nun leider keine andere Möglichkeit, als uns dem hier eindeutig zu beugen. Bei der Höhe der angedrohten Strafen können wir es uns nicht leisten, in irgendeiner Form auf unser Recht zu pochen und einen Rechtsstreit zu riskieren. Schließlich verdienen wir keinen einzigen Cent mit der Bereitstellung der Daten für die Community und führen dieses Projekt nur als (äußerst zeitintensives) Hobby“, gaben Böcking und Krone kleinbei. „Rechtlich gesehen kann niemand uns das Sammeln von Daten verbieten, jedoch müssen diese auch den Nutzer erreichen. Dies ist durch die, nennen wir es mal Einschüchterungstaktik der DFL, nun nicht mehr möglich.“

Die weitere Entwicklung war für beide vor einem halben Jahr offensichtlich: “Eins ist zumindest sicher: Die Gefahr das in Zukunft weitere Fan-Projekte auf Grund schwammiger rechtlicher Sicherheit juristisch angegriffen werden, ist größer geworden. Wir können jedenfalls nur mit Bedauern feststellen, dass unserer Meinung nach mit solchen Aktionen genau die Leute getroffen werden, die die eigentliche Basis für das Produkt ‚DFL’ bilden – Die Fußball-Fans.”

Nicht alle ließen sich so einschüchtern, sondern machten das, was im Internetzeitalter eben so macht, wenn man juristischen Gängeleien aus dem Weg gehen will. Sie zogen mit ihrem Server nach Panama. Unter der Adresse Pimp-my-Anstoss.com waren kurz nach der Schließung der deutschen Dependancen wieder Original-Daten verfügbar. Das eigentlich tragische an der Geschichte folgte mit der Veröffentlichung von Anstoss 2007. Der Hersteller Ascaron schaffte, nach dem mit Anstoss 3 im Jahr 2000 ein Standard gesetzt wurde, viermal in Folge, ein völlig verbuggtes und bei Release kaum spielbares Produkt auf den Markt zu schmeißen. Die Editierfunktion war praktisch nicht nutzbar, so dass Pimp-my-Anstoss kurzerhand die Website abschaltete. Die Community fühlt sich vom Produzenten im Stich gelassen und langsam aber sicher stirbt die Legende Anstoss. Das Problem der DFL scheint sich also von selbst zu erledigen.

Polizist in Paris erschießt Fußball-Fan

Gerade musste ich diesen Artikel bei SPON lesen: Polizist in Paris erschießt Fußball-Fan. Hier wurde ein Polizist von ca. 150 rechtsgerichteten “Anhängern” angegriffen, als er versuchte einen Fussballfan zu verteidigen. Ohne weitere Hintergründe zu kennen, scheint der Polizist wirklich in Notwehr gehandelt zu haben.

Ein tragischer Fall, hervorgerufen von Idioten, die sich als Fussballfans getarnt haben. Da zeigt ein Mann einmal Courage und wird in eine Situation gezwängt, die ich niemandem wünsche.

Unser-Fussball.de bei ORF.at

Auch in Österreich wurde schon über uns berichtet, daie Redaktion des Internetauftrittes des ORF hat über die DFL und die Bloggervereinigung www.unser-fussball.de berichtet.

Press ORF

Hier findet Ihr den Artikel: http://sport.orf.at/ticker/236243.html

Unser-Fussball.de bei GMX, WEB.de und 1und1.de

Am Dienstag, 21.11.2006 war ein Artikel über die DFL-Aktion und über www.unser-fussball.de auf den Startseiten von GMX, WEB.de und 1und1.de.

Presse GMX Presse 1und1.de Presse WEB.de

Hier findet Ihr die direkten Links zu den Artikeln:

Anpacken statt lamentieren

Das Blog heißt “Unser Fußball”. Das bedeutet nicht nur, unsere Rechte gegenüber der DFL einzufordern, sondern auch gegen Idioten in den Stadien einzutreten, die uns unseren Fußball wegnehmen. Ich könnte jedesmal vor Wut platzen, wenn ich im Block nicht mein Bier trinken darf, weil zwei Wochen vorher ein Hirnamputierter einen Becher an den Schädel eines Schiedrichters oder Spielers geworfen hat.

Allerdings bin ich auch nicht so blauäugig zu glauben, dass sinnlose Gewalt gebannt wäre, wenn man dem Täter Stadionverbot erteilt. Erstens ist dieses Verbot in der Praxis gar nich umsetzbar und zweitens sieht man immer nur die, die getroffen haben. Für die 50 Arschlöcher, die geworfen, aber nicht genau gezielt haben, interessiert sich gar keiner.

Nolookpass hat vor einigen Tagen ganz richtig geschrieben, dass die Fußballstadien nur ein Spiegel der Gesellschaft sind. Mehr noch: Dort kristalliert sich die Gewaltbereitschaft der neu ausgerufenen “Unterschicht”. Was in Stadien in Zwickau, Dresden oder Berlin passiert, ist nicht Ausdruck einer Fanbewegung, sondern soziale Verwahrlosung. Dort wo die NPD die konsequenteste Jugenarbeit leistet, sollte man sich über ausländerfeindliche Tiraden nicht wundern. Da kann die DFL noch 20 Kommisonen einsetzen Taskforces gründen, von Seiten des Fußballs kann man nur an der Oberfläche rumpolieren.
Jeder, der darüber lamentiert, sollte sich fragen, was er dagegen tut, dass es nicht mehr passiert. Ist er selbst Schiedsrichter und setzt sich Beschimpfungen und Attacken aus? Trainiert er eine Jugendmannschaft und versucht auch schwierige Jungs zu sozialisieren statt zu stigmatisieren? 98% derer, die betroffen vor dem Bildschirm sitzen, machen das nicht. Stattdessen erwarten sie von Profi-Vereinen (oder dem Staat, oder irgendeiner anderen abstrakten Autorität), dass sie an den Symptomen rumdoktern. Und genau das ist der Teufelskreis, der solche Phänomene überhaupt entstehen lässt. Traurig und bitter nur, das engagierte Menschen wie Volker Seifert, Präsident des FSV Zwickau, mit Tränen in den Augen kapitulieren. Von denen bräuchten wir mehr und diese Leute brauchen unsere Rückendeckung.

Liebe Fanbeauftragte

Wie man an verschiedenen Orten lesen kann, will sich die DFL am 27.11. mit Euch treffen.

Neben dem wichtigen Thema – Gewalt und Rassismus im Fußball – geht es auch um allgemeinen Gedankenaustausch.

Vielleicht könnt ihr die Chance nutzen und mal bei eurem DFL-Kontaktmann fragen, ob in Zukunft mit den eigenen Fans per Anwalt kommuniziert werden soll?

Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn ihr unser Thema nicht vergesst.
Vielen Dank.

DFL zieht mit Recht(s) ab und schießt „fast kriminelles“ Eigentor

Viel ist schon gesagt worden zum „Gegenschlag“ der DFL. Als letzter Stand der Dinge sei noch zu erwähnen, dass auch der FC Bayern in Gestalt von Vorstandschef Karl-Heinz-Rummenigge mögliche Rechtsverletzungen durch YouTube „nicht hinnehmen“ wird. Eine Aussage, die vom Ligakrösus aus München getroffen, für sich schon wenig überrascht, zumal Karl-Heinz Rummenigge darüber hinaus aber auch noch Mitglied im Aufsichtsrat der DFL ist.

Noch ein, zwei juristische Ergänzungen zu der leidigen Affäre, allerdings ohne – rechtsberatenden – Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit…
Es dürfte einige Phantasie brauchen, im Einstellen von Mitschnitten von Sportschau- oder Arenaspielberichten auf Portale wie YouTube ohne die nötige Lizenz keine Urheberrechtsverletzung zu sehen. Auch wenn sich Argumente finden lassen, wieso diese Clips den Berechtigten tatsächlich eigentlich nicht schaden dürften.
Was die oft erwähnten grob verpixelten Handyvideos aus der Fankurve betrifft, auf denen entfernt auch jubelnde Spieler oder das Spiel auszumachen sind, scheint die Sache schon weniger klar. Ob ein Fußballspiel als Werk urheberrechtlichen Schutz genießt, ist unter Juristen umstritten und wird höchstrichterlich mangels echter neuer geistiger Schöpfung im Sinne des UrhG verneint. Dem Veranstalter eines Fußballspiels kommt anders als etwa dem Veranstalter einer Kunstdarbietung kein urheberrechtlicher Schutz zugute.
Dass nicht jedermann auf das Spiel frei zugreifen darf, soll aber aus dem Recht des Veranstalters am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb bzw. aus seinem Hausrecht folgen; es steht ihm also auch die Befugnis zu, die Veranstaltung kommerziell auszubeuten. Hier spielen noch das Recht auf Kurzberichterstattung von Sportveranstaltungen, welches aber wohl nur Fernsehen und Rundfunk berechtigt bzw. Grundrechte auf Presse- und Informationsfreiheit aus Art. 5 Grundgesetz eine Rolle. Inwieweit Blogger sich im Einzelfall darauf berufen können, sollte mal genauer untersucht werden. Was legal und was illegal ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Letztlich lehnt man sich doch weit aus dem Fenster, wenn man derlei Fanvideos als „fast kriminell“ bezeichnet. Vom dem miesen Image, das man erzeugt, ganz zu schweigen.

Das Löschen des Fanfaktor-Trailers durch YouTube wegen einer scheinbaren Urheberrechtsverletzung, in dem weder Ball, noch Spiel, noch Stadion, noch sonstwas zu sehen war, grenzt schon an absurdes Theater. Anscheinend wurde der Clip nach dem Motto mitgefangen, mitgehangen zusammen mit anderen beanstandeten Teilen gelöscht. Das böse Wort ‚Bundesliga’ sollte man auch nicht aus dem Bloggerwortschatz verbannen. Die Gefahr einer Markenrechtsverletzung aufgrund von Verwechselung, Beeinträchtigung der Unterscheidungskraft oder Rufausbeutung der Marke Bundesliga durch Verwenden eines Tags in einem Blog dürfte nicht bestehen.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Wogen wieder glätten werden und das Jagdfieber der DFL nachlässt. Was mich allerdings trübe stimmt, ist die Tatsache, dass sich DFL und Fans auf zwei gänzlich verschiedenen Ebenen begegnen. Was soll schon dabei herauskommen, wenn es den einen ausschließlich um Geld und die Vermarktung eines Produkts geht und nur den Fans wirklich um das Spiel?!

Entschuldigung übrigens für das Fußballwortspiel im Titel. Nach zwanzigmaligem Lesen fand ich es irgendwann lustig…

In England ist man schon einen Schritt weiter

Das von der DFL beauftragte Unternehmen Netresult sucht nicht nur im Auftrag der DFL nach Urheberrechtsverstößen, sondern auch für die Premier League, Formel Eins, UEFA Champions League und Australian Open Tennis.

„The Guardian“ berichtet, dass Netresult Youtube gebeten 1.000 Sport-Videos zu löschen und bereits 10 Website Betreiber aufgefordert hat, ihre Verweise auf diese Videos zu entfernen.

A digital rights company representing sporting bodies has asked YouTube to remove about 1,000 videos for copyright infringement – and believes there are as many as 10,000 more illegal clips on the website.

The online rights protection agency NetResult – which represents bodies including formula one, the Uefa Champions League, the Football League, and Australian Open Tennis – has also sent letters to about 10 websites that host links to clips that infringe copyrighted material.

Christopher Stokes, the chief executive of NetResult, said that the initial 1,000 was almost certainly the “tip of the iceberg” of its clients’ copyrighted material, but it was very time-consuming to track and then report all incidents.

Ronaldo Assis de Moreira (http://101greatgoals.blogspot.com/) ist einer dieser Website Betreiber. Auf seinem Blog hat er die E-Mails von NetResult online gestellt.
http://101greatgoals.blogspot.com/2006/10/what-took-you-so-long.html
http://101greatgoals.blogspot.com/2006/10/free-publicity-for-game.html
http://101greatgoals.blogspot.com/2006/10/goals-will-go-on.html

Hier ein paar Auszüge von Fan-E-Mails, die Ronaldo erhalten hat:

Once again the general public cannot see great goals, unless you pay money. Football was entertainment but is now a money making machine to their rich owners. They don’t care that most people cannot afford to pay high prices each week, to see their teams. They only care about how much money they can make from you each week and sites like yours stop that happening.

I just discovered your site through 442. I live in America, so as you know its almost impossible to see any football on television unless you have the money for expensive cable packages. Your site is fantastic for someone in my situation. Its unfortunate that NetResult doesn’t realize what you are doing for them. Its free publicity for the game, which is something it could use in America. Keep up the good work and don’t let them bully you.

Lesenswert ist auch der Beitrag von Ahmed in seinem „BlogFC“:
http://blogfc.com/premier-league-comes-after-football-bloggers/

Fazit:
- Die englischen Fussball-Fans haben die gleiche Sichtweise wie wir.
- NetResult ist zu Gute zu halten, den Bloggern nicht direkt mit Abmahngebühren zu kommen, sondern per E-Mail zur Unterlassung aufzufordern.

Unkonstruktives Verbalgeballer oder wie man es besser machen könnte

Was mich an dem Verbalgeballer der DFL-Allzweckwaffe Tom Bender am meisten stört, ist das vollständige Fehlen von Konstruktivität. Weil wir Fans uns unsere Filmschnipsel bei Youtube zusammensuchen sollen wir kriminell sein? Welche Alternative haben wir denn?

Wenn DFL und Rechteinhaber clever wären, dann könnten Sie mit uns Bloggern und all den anderen aktiven Fans richtig Kohle machen. Was hindert den Internetrechteinhaber T-Com daran, uns Spielszenen zur Weiterbearbeitung anzubieten und unsere Filme nachher auf einem Portal der T-Com zu veröffentlichen? Das wäre der Magnet für viele User und würde Youtube richtig Traffic absaugen. Was hindert die T-Com daran, diese Filme am Anfang mit einem kurzen Werbespot zu versehen und in dieser Form uns Bloggern zur Verfügung zu stellen – aber selbst den Werbeerlös einzukassieren?

Nein, stattdessen dürfen erstmal die Anwälte Amok laufen, und nebenbei wundern sich die Rechteinhaber, warum keiner ihre Seiten besuchen will. Aber angeblich sind die DFL-Herren ja „durch den ständigen Austausch über die Interessen und Bedürfnisse der Anhänger informiert – und können so auf aktuelle Entwicklungen flexibel reagieren.“ Wie so eine Reaktion aussieht, haben wir ja in den letzten Tagen erlebt.

Vielleicht sollten die Herren Bender und Co mal bei der BBC ein paar Nachhilfestunden nehmen. Da hat man nämlich bereits vor ein paar Jahren erkannt: “Wenn das Peer-2-Peer-Fernsehen sich schon ankündige und die Leute ohnehin immer mehr Filme aus dem Netz saugen würden, sei es besser, wenn ihnen die Materialien kontrolliert und freiwillig ausgehändigt würden. ‘Wir wollen ja nicht auch in so eine Napster-Geschichte geraten’, erinnerte Bennett an das frühe Fiasko der Musikindustrie mit den Online-Tauschbörsen.” Seitdem bietet der Sender seinen Zuschauern im Creative Archive Material zur weiteren Bearbeitung und Veröffentlichung an.

Fussballfans sind keine Verbrecher

Ohne großen Wind zu machen, möchte ich hier nur bekannt geben, dass die Webseite fussballfans-sind-keine-verbrecher.de von nun an mit diesem Blog zusammen gelegt ist. Schließlich ist es unser aller Fussball und manchmal ist es einfach an der Zeit, zusammen zu halten und die unterschiedlichen Ansichten über den besseren Verein zu vergessen.

Ohne uns Fussballfans ist der Fussball nicht mehr in der Lage so viel Geld in die unterschiedlichen Kassen zu spülen, wie es aktuell der Fall ist. Daher sollte man es sich nicht mit den Fussballfans verscherzen, wenn man eine dieser Kassen ist…

Ich respektiere die Rechte der DFL an Bild und Ton der deutschen Fussball Bundesliga. Ich respektiere andere Fussballfans, Fussballer, Vereine und selbst die Schalker. Ich respektiere, dass man als Rechteinhaber etwas dagegen hat, wenn jemand ohne die entsprechenden Rechte ein komplettes Fussballspiel oder einen redaktionellen Zusammenschnitt im Internet veröffentlicht, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig.

Was ich aber nicht respektiere, sind Drohungen ( Androhung einer Abmahnung ) einer großen Organisation wie der DFL gegen Fussballfans, die nichts weiter getan haben, als ihrer Liebe zum Fussball Ausdruck zu verleihen. Die Liebe zu ihrem Verein, der Stimmung im Stadion und den Idolen auf dem Platz.

Handyvideos oder Videos mit einer Digitalkamera können nie einen Ersatz für die Fernsehberichterstattung sein ( schon rein technisch nicht ), wohl aber eine Bereicherung. In der Fussballberichterstattung sehen wir seltenst eine Fanchoreographie, den Torjubel direkt aus der Kurve oder den Anheizer auf dem Zaun. Diese zusätzlichen Eindrücke bekommen wir nur von denen, die mittendrin sind: den Fussballfans.

Sollen diese Videos verboten sein, nur weil man im Hintergrund etwas von dem Rasen sieht, auf dem gerade vermeintlich ein Bundesligaspiel stattfindet? Sollen diese Videos verboten sein, nur weil man darauf einen ca. 10px großen Lukas Podolski zu erkennen glaubt?